Prototyp und Beschreibung der Funktion setntvbinautodir()

(Funktion der freischaltpflichtigen Gruppe "NTv2-Gitterdaten")

 

setntvbinautodir()
Verzeichnis zur automatischen Verwendung von NTv2-Binärdateien setzen.

Prototyp der DLL-Funktion in C++ Syntax (Kleinschreibung beachten!):
__declspec(dllimport) unsigned long __stdcall setntvbinautodir(
     char *pszBinaryDir);

Prototyp der DLL-Funktion in Visual Objects Syntax:
_DLL function setntvbinautodir;
     (pszBinaryDir as psz)                 // 4 Byte, char*
as logic pascal:geodll32.setntvbinautodir  // 4 Byte


Mit der Funktion setntvbinautodir() kann eine automatische Auswahl und
Initialisierung der erforderlichen NTv2-Datei mit den dafür vorgesehenen
Dateinamen realisiert werden. Dazu müssen sich die benötigten NTv2-Dateien
in einem gemeinsamen Verzeichnis mit bis zu drei Verzeichnisebenen befinden.
Beim Wechsel zu einem NTv2-gestützten Bezugssystem wird die erforderliche
NTv2-Datei dort gesucht. Wenn die Datei im gemeinsamen Verzeichnis gefunden
worden ist, wird sie automatisch initialisiert.

Beim Aufruf von setntvbinautofile() wird eine eventuell noch vorhandene
NTv2-Instanz aufgelöst. Beim ersten NTv2-Bezugssystemwechsel bildet GeoDLL
dann automatisch eine neue NTv2-Instanz mit der automatisch gefundenen
NTv2-Datei. Dabei wird eine neue NTv2-Instanz unter Verwendung der dafür
benötigten NTv2-Datei erzeugt. Die NTv2-Instanz bleibt für weitere NTv2-
Berechnungen bestehen, bis ein anderes NTv2-Bezugssystem eingestellt wird.
Bei Aufrufen der Funktionen setntvbinaryfile() und setntvbinautofile() wird
die vorhandene NTv2-Instanz ebenfalls aufgelöst und durch eine neue ersetzt.

Für geodätische Berechnungen mit NTv2-Gitterdateien können der GeoDLL die
Pfade der Dateien mit weiteren Funktionen bekannt gemacht werden:

Mit der Funktion setntvbinaryfile() kann eine bestimmte NTv2-Datei in einem
beliebigen Verzeichnis gezielt initialisiert werden. Das ist z.B. notwendig,
wenn mit den GeoDLL-Bezugssystemen 208 und 209 eine beliebige, nicht implizit
von GeoDLL unterstützte NTv2-Datei initialisiert werden muss. Die Funktion
arbeitet aber auch mit allen implizit von GeoDLL unterstützten NTv2-Dateien.

Die Funktion setntvbinautofile() kann verwendet werden, um den Dateipfad nur
in einer Warteposition abzulegen. Die Prüfung und die Allokation von
Speicherplatz erfolgt dabei erst mit dem ersten NTv2-Bezugssystemwechsel.

Sie können die von GeoDLL unterstützten NTv2-Dateien direkt von der
KilletSoft Internetseite http://www.killetsoft.de/p_gdln_d.htm#download
herunterladen oder dort die Verweise zu den Originalquellen verwenden. Auf
der Internetseite finden Sie auch eine ausführliche Beschreibung des
NTv2-Standards.

Der Verzeichnisname darf einen Laufwerkbuchstaben und eine Verzeichniskette
enthalten. Der Verzeichnisname muss mit einem Backslash (\) abschließen.
Beispiel: "c:\berechnungen\ntv2_dateien\".
Achtung, in C-Syntax müssen doppelte Backslashes verwendet werden!

Es werden Unterverzeichnisse bis in die dritte Ebene nach NTv2-Binärdateien
durchsucht.
Beispiel:
c:\berechnungen\ntv2_dateien\world.gsb
c:\berechnungen\ntv2_dateien\australien\A66_NAT.gsb
c:\berechnungen\ntv2_dateien\brasilien\SAD69_003.gsb
c:\berechnungen\ntv2_dateien\deutschland\beta2007.gsb
c:\berechnungen\ntv2_dateien\deutschland\berlin\ntv2berlin.gsb
c:\berechnungen\ntv2_dateien\deutschland\hessen\HeTa2010.gsb


Die Parameter werden folgendermaßen übergeben bzw. zurückgegeben:
pszBinaryDir  Pfad eines gemeinsamen Verzeichnisses für NTv2-Binärdateien.
              Der Pfad darf einen Laufwerkbuchstaben und eine
              Verzeichniskette mit abschließendem Backslash enthalten.

returnWert    Im Fehlerfall gibt die Funktion FALSE zurück, sonst TRUE.


Freischaltung:
Die Funktion ist Bestandteil der freischaltpflichtigen Funktionsgruppe
"NTv2 Gitterdaten". Sie wird zusammen mit den anderen Funktionen der Gruppe
durch die Eingabe der bei der Vertriebsfirma erworbenen Freischaltparameter
per Aufruf der Funktion setunlockcode() zur uneingeschränkten Nutzung frei
geschaltet. Ohne die Freischaltung sind nur wenige Funktionsaufrufe zu
Testzwecken (Sharewareprinzip) möglich. Es ist zu beachten, dass zusätzlich
die Funktionsgruppe "Koordinatentransformationen" frei geschaltet sein muss.